Universität von East Anglia

Mit TurningPoint wird Peer Instruction gefördert

Fallstudie: Die Einführung der interaktiven Studentenabfrage mit TurningPoint baut das Selbstbewusstsein der Studenten auf.

Herausforderung

Fabio Aricò, Dozent der Makroökonomie an der Universität von East Anglia, wollte den Studenten in seinen großen Vorlesungen eine persönliche Erfahrung bieten. Er wollte die Technologie einbringen, um die Interaktion mit seinen Studenten zu verbessern und einen offenen Dialog kontinuierlichen Feedbacks schaffen, bei dem die Studenten sich selbst beurteilen konnten.

Lösung

Aricòs Programm war vielfältig und umfasste Vorlesungen, kleine Seminare und Workshops, bei denen Studenten mithilfe von Peer Instruction an Problemstellungen arbeiteten. Dank TurningPoint konnte er einen Eindruck bekommen, wie seine Pädagogik während des ganzen Jahres funktionierte. Mithilfe der mit TurningPoint erfassten Daten betrieb er pädagogische Forschung und brachte wertvolle Lernanalytik hervor.

Während Vorlesungen benutzte Aricò TurningPoint, um am Anfang einer Vorlesung Fragen zu stellen, damit er ein Gefühl dafür bekam, wie er die vorherige Stunde unterrichtet hatte. Dann stellte er Fragen, um das Verständnis der Studenten zu bestimmen, während sie mit dem Material vorankamen. Am Ende jeder Vorlesung stellte er Likert-Skala-Fragen, um zu sehen, wie die Studenten zurechtkamen und mögliche Schwierigkeiten einzuschätzen. Mithilfe dieser Daten erstellte er einen PDF-Bericht, der in dem Blackboard Kursverwaltungssystem veröffentlicht wurde, wo er das Feedback von Studenten kommentierte und Vorschläge zur Verbesserung machte.

“TurningPoint fördert die Möglichkeit, alle möglichen pädagogischen Forschungen außerhalb des Unterrichts zu machen – und ich finde es einfach großartig.”

–Fabio Aricò

In großen Workshops wurden den Studenten zehn Fragen pro Veranstaltung gestellt und Aricò hielt die Verteilung der Ergebnisse geheim. Die Studenten antworteten anonym und wurden dann aufgefordert, sich selbst zu beurteilen. Nach ihrer Selbsteinschätzung sollten die Studenten mithilfe von Peer Instruction mit den anderen diskutieren und sie wurden dann erneut befragt.

Bei der Zuordnung der Selbsteinschätzungsdaten der Studenten mit den Studentenergebnissen stellte Aricò sehr interessante Ergebnisse fest. In Workshops führte er diese Übungen mit TurningPoint durch, in Seminaren allerdings mit einem Test auf Papier. In den Workshops beurteilte sich ein Großteil der Studenten korrekt. In den Seminaren, in denen TurningPoint nicht verwendet wurde, schnitten die Studenten mit guten Leistungen gut ab. Die Studenten mit schwachen Leistungen beurteilten sich hingegen nicht gut. Er erklärte: “Ich kann nicht sagen, dass dies ausschließlich an der Technologie liegt, da das Umfeld komplett anders ist aber es scheint, dass die Studenten dank TurningPoint die Fragen zur Selbstbeurteilung besser analysieren können.”

Er setzte auch formative Beurteilungsdaten und Prüfungsleistungen in Bezug und verglich sie mit Studentenakten, sodass dieser Datensatz anhand verschiedener demographischer Kriterien gefiltert werden konnte. “TurningPoint setzt das Potential frei, alle möglichen pädagogischen Forschungen außerhalb der Klasse zu betreiben – und ich finde es einfach großartig,” erklärte er.

Es wurden Fokusgruppen abgehalten, um TurningPoints Potential, Selbstvertrauens- und Selbsteffizienzfähigkeiten hervorzubringen. Fast alle Studenten erkannten die Rolle von TurningPoint als ein wirksames Selbstbeurteilungsinstrument an. Beinahe 50% seiner Studenten waren international und aufgrund kultureller Unterschiede waren viele von diesen Studenten nicht so kommunikativ. Die Reaktionen seiner internationalen Studenten gegenüber TurningPoint waren sehr positiv, da die meisten sich gestärkt fühlen, weil sie in der Klasse ihre Meinung äußern konnten.

Ergebnisse

Aricò sagte: “Die Studenten lieben die vergleichenden Folien, die zeigen, wie gut die Fragen beantwortet wurden, wenn sie anonym befragt wurden, verglichen mit den richtigen Antworten nach der Peer Instruction. Am Anfang des Jahres habe ich die Studenten gefragt, ob sie an die Wirksamkeit von Peer Instruction und bei den meisten war dies nicht der Fall. Am Ende des Semesters habe ich die Studenten gefragt, ob sie etwas von ihren Kommilitonen gelernt haben und die meisten antworteten sehr positiv”

“Als ich während der Peer Instruction den Lernerfolg gemessen habe, was in erster Linie die Stärke der Pädagogik ist, habe ich herausgefunden, dass die Lernerfolge noch größer sind, wenn der anfänglich Satz an richtigen Antworten kleiner ist. Daraus folgt, dass Peer Instruction wirklich funktioniert, und quantitativ betrachtet  ist dies bis jetzt wahrscheinlich das beste Ergebnis, das ich bei all den Analysen bekommen habe,” sagte er.